Mein Name ist Sibylle Spatina, Jahrgang 1968, geboren in München. Nach einer Lehre, Berufstätigkeit und einigen Semester Studium besuchte ich von 1995-1998 die Josef-Angerer-Heilpraktikerschule in München (amtsärztliche Zulassung als Heilpraktikerin 1998), im Juli 98 kam mein Sohn zur Welt. Von 2001 bis 2004 habe ich eine Ausbildung an der Akademie für klassische Homöopathie in Gauting an- und mit einer Diplomarbeit (Weihrauch, Gold & Myrrhe) abgeschlossen.
Seit beinahe 20 Jahren erprobe ich meine "homöopathischen Künste" an meinen eigenen Tieren, denen von Freunden, Bekannten und Stall-kollegen. Ich bin jedoch keine anerkannt-ausgebildete Tierheil-praktikerin. Daher werde ich bei Ihrem Tier weder eine klinische Untersuchung vornehmen noch eine Diagnose stellen. Wenn es mir erforderlich scheint, werde ich Sie aus Gründen der Sorgfaltspflicht bitten, einen Tierarzt zur Abklärung der Diagnose zu bestellen, gegebenenfalls auch schon vor unserem Anamnesegepräch.
Mein Rudel beim Picknick
Seit ich Hund und Pferd sagen kann, hab ich mir solche Weggefährten gewünscht. Als Kind durfte ich zunächst kleinere Tiere halten: Wellensittich, Zebrafinken, Hamster, Hase, Meerschweinchen - geliebt habe ich sie alle. Dank an meine Eltern für Ihr Verständnis meiner Tierliebe.
Etwas später bekam ich eine Katze, als Teenager habe ich - gegen einige Widerstände - den ersten Hund (ziemlich groß) in unsere Familie einge-führt, vor 20 Jahren erfüllte ich mir den Kindheitstraum vom eigenen Pferd. Ein Leben ohne Tiere ist für mich nicht vorstellbar. Da mein Sohn sich zu Fischen und Reptilien hingezogen fühlt, haben wir seit einigen Jahren auch ein Aquarium und kürzlich hat Manfred, das Chamäleon, bei uns Einzug gehalten.
Als Kind wollte ich natürlich Tierärztin werden. Mit 16 Jahren wurde ich selbst das erste Mal naturheilkundlich behandelt. Danach war mir klar, daß alternative Heilmethoden meiner Weltsicht weit mehr entsprechen. Als ich mich auf die Suche nach einer Tierheilpraktikerschule in München (ich bin heimatverbunden) machte, fand ich 1995 noch keine, deren Konzept mich überzeugte. So entschloß ich mich zu einer Ausbildung als Human-Heilpraktikerin.
Ich bin schon immer furchtbar gerne draußen unterwegs, so hab ich mich zunächst mit der Kräuterheilkunde beschäftigt, Pflanzen bestaunt, gesammelt und getrocknet. Vor 20 Jahren ist mir dann die Homöopathie erstmalig begegnet und ließ mich nicht mehr los. Sie ist zu meinem "Königsweg" geworden. Ihre subtilen und unendlichen Möglichkeiten der Wandlung faszinieren mich täglich mehr.
Als Spitzenskeptikerin war mir diese Methode erstmal suspekt. "So ein paar kleine Kügelchen für 600 kg Pferd? Und ein anderes Medikament für einen Husten, der nur nachts auftritt als für einen, der sich immer nach dem Trinken von kalten Flüssigkeiten meldet? Husten ist doch wohl Husten. Dann hilft das wahrscheinlich auch nur bei Vollmond um Mitternacht an einem Kreuzweg verabreicht? Echt nicht..." Wie die meisten lehnte ab, was ich nicht kannte.
Viele selbst gesehene homöopathische Wunder bei Mensch und Tier haben mich demütiger gemacht; schnelle und welche die sich mit tiefgreifenden Veränderungen über längere Zeiträume hinziehen, ein Beispiel:
Mein eigenes Pferd war vor ca. 7 Jahren aus scheinbar bester Gesundheit heraus von heute auf morgen völlig apathisch, fraß nicht, hatte Fieber und lehnte an der Wand. Es kamen drei Tierärzte, drei Diagnosen. Schließlich bekam ich solche Angst um meinen Nick, daß ich ihn in die Klinik brachte. Da hatte er dann schon sichtbare neurologische Ausfälle: schwankender Gang, Gleichgewichtsstörungen und unkoordinierte Bewegungen, konnte weder fressen noch saufen. Trotz aufwendigster Medizin ging es ihm stündlich schlechter, schließlich lag er nur noch zähneknirschend auf der Seite. Die behandelnde Tierärztin wollte ihn einschläfern (Das war übrigens eine sehr engagierte und aufgeschlossene Tierärztin, die ich jederzeit gerne weiterempfehle!), das lehnte ich jedoch entschieden ab. Ich suchte wie verrückt nach einem (Tier-)homöopathen, niemand wollte sich so einem hoffnungslosen Fall annehmen. Selber war zum Denken, geschweige denn Repertorisieren kaum in der Lage. Über 1.000 Ecken habe ich dann eine Homöopathin am Bodensee ausfindig gemacht, mit dieser habe ich eine telefonische Anamnese durchgeführt. Nick bekam Belladonna C30, nach wenigen Minuten stand er auf und hat angefangen zu essen und zu trinken. Die Bewegungsstörungen verschwanden innerhalb der nächsten 2 Wochen vollständig. Trotz aller Untersuchungen, sogar der Rückenmarksflüssigkeit, konnte keine eindeutige Diagnose gestellt werden. In der Pferdeklinik gilt er als "wundergeheilt".
Ich bin natürlich sehr froh, daß wir kein willkürliches Ende herbeigeführt haben. Auch weil ich finde, daß Tiere wie Menschen das Recht auf einen authentischen Tod haben. Wenn es soweit ist, leistet die Homöopathie (wie ich aus eigener Erfahrung weiß) auch bei der Sterbebegleitung beste Dienste.
Wirklich glauben, kann ich nach wie vor nur an etwas, das ich selbst erlebt habe. Inzwischen ist es mir aber möglich, beinahe nichts Neues und Fremdes ungeprüft von vornherein abzulehnen. Sicher eine homöo-pathisch bewirkte Veränderung in mir.
