Die Homöopathie kommt ohne Tierversuche aus!

 

Homöopathische Arzneimittel werden an gesunden Menschen geprüft, freiwillig. Meist handelt es ich bei den Prüfern um Personen, die sich selbst mit dieser Methode beschäftigen, nicht um Probanden, die sich durch ein neues Medikament Rettung erhoffen oder die nebenbei ein paar Euros verdienen wollen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Tier oder ein Mensch durch ein Medikament, das an anderen Lebewesen in unvorstellbar quälenden Tierversuchen entwickelt und getestet wurde, nachhaltig gesünder wird. Ebenfalls verdient ein Wirkstoff in meinem Verständnis nicht den Namen Heilmittel, wenn er mir Magen und Leber zerstört um angeblich meiner Niere zu helfen. Der Zweck heiligt nicht die Mittel. Heil werden bedeutet ganz werden – wir müssen begreifen, daß wir ein Teil des gesamten Kosmos sind.

 

In alten Zeiten und bei allen Naturvölkern waren Heilkunst und Religion ineinander verwoben. In den Händen von Priester- und SchamanInnen waren die Kranken als ganzer Mensch gut aufgehoben, an heiligen Plätzen wurde sich Ihren Leiden auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene angenommen. Viel später trennten sich Medizin und Religion. Die Medizin wurde zunächst zu einer Geisteswissenschaft, es entstanden erste Sanatorien. Im Wortteil „san“ läßt sich santus = heilig noch vermuten. Heute ist aus der einstigen Kunst eine Naturwissenschaft geworden, die kompetente Lebensingenieure hervorbringt. Die Orte ihres Wirkens heißen nicht umsonst Krankenhaus... Für jedes Einzelorgan(-system) gibt es einen Spezialisten, den Zusammen-hängen von Körper, Seele und Geist wird keine Bedeutung zugemessen.


Wir alle nehmen aber wohl für uns in Anspruch, einen Körper, eine Seele und einen Geist zu haben. Und schon eine banale Erkältung hat Auswirkungen auf alle drei Ebenen, wie jeder weiß.


Gesund wollen wir sein, eine bestimmte Krankheit haben wir. Wir behandeln unsere Symptome als nicht zu uns gehörend. Wir tun so, als ob die Beschwerden von außen kämen und bekämpft werden müssen: man hat uns angesteckt, Viren und Bakterien werden zur Verantwortung gezogen, eventuell sind unsere Gene Schuld oder ein böses Schicksal. Dem gegenüber stelle ich ein Zitat von Georg Groddeck: „Wem Krankheit eine Lebensäußerung des Organismus ist, der sieht in ihr nicht mehr den Feind. Mit dem Augenblick, wo ich einsehe, daß die Krankheit eine Schöpfung des Kranken ist, wird sie für mich dasselbe wie seine Art zu gehen, seine Sprechweise, das Mienenspiel seines Gesichtes, die Bewegung seiner Hände, die Zeichnung, die er entworfen, das Haus, das er gebaut, das Geschäft, das er abgeschlossen hat oder der Gang, den seine Gedanken gehen: ein beachtenswertes Symbol der Gewalten, die ihn beherrschen und die ich zu beeinflussen suche, wenn ich es für recht halte.“


Ehre wem Ehre gebührt: Auf einzelnen Gebieten wie der Chirurgie oder der aktuten Lebensrettung leistet diese moderne Medizin hervorragendes, bemerkenswert sind auch die diagnostischen Möglichkeiten. Um ihre lebenserhaltenden Maßnahmen war ich manchesmal schon sehr dankbar, bei mir selbst und bei meinen Tieren.

 

Ob wir unseren homöopathischen Weg neben, anstatt oder nach einer schulmedizinischen Behandlung beginnen, entscheiden wir im Einzelfall.

 

 


"Wer keinen Angriffspunkt bietet, kann durch eine Herde von Tigern gehen", behauptet ein chinesisches Sprichwort. Die beste Gesundheitsvorsorge und -erhaltung liegt in einer so artgerechten Haltung und Fütterung wie möglich. Da sind wir uns sicher einig.

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Meine Tiere sind weder geimpft noch werden sie regelmäßig entwurmt. Die Entscheidung des Impfens muß jeder für sich selbst treffen und dazu stehen, das ist wie bei jeder anderen Entscheidung auch. Wer viel Angst vor Infektionen - diese entspricht einer Angst vor (unsichtbaren) Gefahren von außen - hat, muß dies wohl (noch) tun. Ich fordere alle meine Patienten lediglich auf, sich auch über die kritischen Sichten zur landesüblichen Praxis zu informieren. 

 

Entwurmen ohne vorhandene Symptomatik und ohne Kotunter-suchung halte ich für eindeutig gesundheitsschädigend. Kein Mensch würde mehrmals im Jahr eine kleine Chemotherapie machen, weil er vielleicht irgendwo ein paar Krebszellen haben könnte. 

 

Werden Sie ein mündiger Patient, für sich selbst und für Ihr Tier. Lesen Sie Beipackzettel (solche existieren auch für Impfstoffe!), hinterfragen Sie Standardmaßnahmen: Warum werden Impfungen bei Tieren häufiger wiederholt als bei Menschen? Gibt es Studien, wie lange eine Schutzwirkung nach einer Impfung besteht? Wie kommen die empfohlenen Entwurmungsintervalle zustande? etc. 

 

Wenn wir verstanden haben, daß jedes Symptom bereits einen Selbst-Heilungsversuch darstellt, kann unser Interesse nicht darin liegen, diesen Versuch zu eliminieren. Alle unterdrückenden Maßnahmen (Antibiotika, Cortison, fieber- und schmerzsenkende Mittel etc.) schwächen und belasten unseren Organismus zusätzlich zur natürlichen Krankheit. Je weniger wir uns davon zumuten, desto besser können homöopathische und andere bio-logische Mittel auf unsere Lebenskraft wirken. Mit bio-logisch meine ich "der Logik des Lebens" folgend. 

 

Auch mit "natürlichen" Mitteln (z. B. Echinacea, Schüssler-Salze, Kräutertees, -salben, -tinkturen, falsch angewandten homöo-pathischen oder Komplexmitteln) kann eine Krankheit unterdrückt und auf eine tiefere Ebene verschoben werden. Eine übermäßige Schweißabsonderung, beispielsweise mit Salbeitee kuriert, kann sich nach einer Weile als Weichteilrheumatismus bemerkbar machen, ohne daß wir uns der Zusammenhänge bewußt werden. Daher bitte ich meine Patienten ausdrücklich darum, alle solchen "Mittelchen" während unseres gemeinsamen Weges unbedingt zu unterlassen. Auch jede äußerliche Behandlung von Hauterscheinungen MUSS unterbleiben.

 

Beim Einsatz jeglicher Anti-Mittel kämpfen wir gegen uns selbst und damit gegen die jahrmillionenalte Weisheit des Lebens.

 

 

 

Selbstverständnis:

Ich verstehe meine Arbeit nicht als eine

Wieder-Brauchbarmachung des Nutz-Tieres, egal ob es sich dabei um Hund, Katze, Pferd, Kaninchen, Schwein, Kuh, Schaf oder Ziege handelt. Es gilt mir zu erkennen, was das Tier beeinträchtigt, nicht was den Tierhalter stören könnte. Wird ein Tier nicht annähernd artgerecht gehalten, z. B. Pferde oder Rinder ohne Weidegang und Kontakt zu Artgenossen, lehne ich eine Behandlung meinerseits ab.

Natürlich versuche ich, mich in die Tierhalter hineinzuversetzen und bin bei Veränderungen zum Besseren hin gerne behilflich.